IHK-Forderung nach Studiengebühren in Thüringen nicht aussichtsreich

Finanzielle Situation an den Hochschulen muss sich dennoch bessern

29.10.2010, 13:39 Uhr

Die IHK Erfurt forderte heute die Einführung von Studiengebühren zur Sicherung der Finanzausstattung der Thüringer Hochschulen. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Thüringen sieht momentan keine Perspektive für die Umsetzbarkeit dieses Vorhabens. Thomas Hindelang, RCDS-Landesvorsitzender, erklärt hierzu: „CDU und SPD haben sich parteiintern als auch im Koalitionsvertrag gegen Studiengebühren ausgesprochen. Einen erkennbaren politischen Willen zur Einführung von Studiengebühren sehe ich nicht. Deshalb ist es müßig über abstrakte Studiengebührenmodelle zu diskutieren.“

Der RCDS unterstützt aber die generelle Feststellung der IHK, dass die Thüringer Hochschulen finanziell gestärkt werden müssen und kritisiert dabei die Haushaltspolitik von Bildungsminister Christoph Matschie: So haben Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien 47 Prozent der aktuellen Kürzungen im Bildungssektor zu schultern. Der Koalitionsvertrag sieht hingegen vor, bis 2011 die finanzielle Situation der Hochschulen unangetastet zu lassen. Hindelang abschließend: „Herr Matschie muss aufhören im Hauptamt nur Gemeinschaftsschulminister zu sein, sondern er muss auch die Interessen der nahezu 53.000 Studenten und der Hochschullehrer sehr ernst nehmen. Bei kontinuierlich steigenden Studienanfängerzahlen kann es nicht sein, dass es zu Etatkürzungen kommt. Vielmehr ist perspektivisch das Hochschulbudget deutlich ausbaufähig.“