Uni-Tod in Raten: „Danke“, liebe Sozialdemokraten!

RCDS Thüringen protestiert gegen Kürzungen im Hochschulbereich

21.11.2010, 13:38 Uhr

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Thüringen wird morgen (23.11.2010) an der Protestkundgebung gegen die von Bildungsminister Christoph Matschie vorgelegte Kürzungsliste im Hochschulbereich teilnehmen. Der Demonstrationszug beginnt 15 Uhr auf dem Erfurter Bahnhofsvorplatz und trifft gegen 16:30 Uhr am Landtag ein. Die Vertreter des RCDS kritisieren, dass der Bildungsminister den Rotstift trotz ständig steigender Studentenzahlen hauptsächlich bei den Hochschulen ansetzt und damit den Koalitionsvertrag bricht. Dieser sichert den Universitäten und Fachhochschulen sowie der Berufsakademie bis einschließlich 2011 finanzielle Planungssicherheit zu. Nun sollen ca. 30 Millionen Euro gestrichen werden.

Der RCDS-Landesvorsitzende Thomas Hindelang erklärt hierzu: „Christoph Matschie ist hauptberuflicher Gemeinschaftsschulminister. Für Studenten und Hochschullehrer hat er dagegen leider nur wenig übrig. Auch die Querelen um die Präsidenten-Nachfolge bei der Klassik-Stiftung Weimar zeigen, dass Minister Matschie wichtige Teile seines Aufgabenbereiches vernachlässigt. Mit der bisherigen Gesamtleistung als Bildungsminister wäre Herr Matschie vermutlich selbst in seiner umsorgten Gemeinschaftsschule versetzungsgefährdet. Damit sich das endlich ändert, gehen wir jetzt auch auf die Straße.“ Und Hindelang weiter: „In der Vergangenheit schwang sich die SPD immer zum vermeintlichen Anwalt der Hochschulen auf. Kaum ist sie in Regierungsverantwortung, schlägt sie den ersten Sargnagel in den Campus Thüringen.“ Der RCDS-Protest wird deshalb unter dem ironischen Motto: „Uni-Tod in Raten: ,Danke’, liebe Sozialdemokraten!“ laufen.