Landesregierung muss für Hochschulen eine Öffnungsperspektive aufzeigen – Schnelltest-Strategie notwendig

22.03.2021, 21:36 Uhr

 

Während die Thüringer Schulen bereits vielerorts wieder offen sind und eine Perspektive auf dem Weg aus dem Lockdown besteht, ist für Studenten noch ungewiss, wann sie wieder ihre Hochschulen besuchen dürfen. „Hier bedarf es wie im Schulbetrieb auch eines Stufenplanes, einer Regelung, ab wann die Hochschulen wieder zurück zur Präsenzlehre und hybriden Lehrformaten dürfen und welche unterstützenden Möglichkeiten dabei Schnelltests und Impfungen bieten können“, fordert Pascal Pastoor, Landesvorsitzender des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), vom Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft. 

 

Bei der Rückkehr in den Schulbetrieb findet bereits die regelmäßige Schnelltestung von Schülerinnen und Schülern sowie des dort tätigen Personals Anwendung. Zudem haben Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf einen wöchentlichen "Bürgertest". Auch wenn PoC-Schnelltests keine hundertprozentige Sicherheit bieten, so wären verpflichtende und tagesaktuelle Tests an Hochschule eine wichtige flankierende Maßnahme auf dem Weg zu ersten Öffnungsschritten. In Österreich wird beispielhaft bereits ein solcher Weg aufgezeigt, zudem das Hochschulpersonal bereits geimpft. Vorlesungen, Klausuren und Seminare können so im Alpenstaat langsam wieder anlaufen, wenn ein negativer PoC-Test der Studenten vorliegt. Auch wenn große Vorlesungen und eine Vollauslastung trotzdem noch warten müssen, ist dies wenigstens ein erster Schritt zurück zur Normalität, macht kleinere Seminare oder größere Prüfungen zukünftig wieder möglich. Für die Tests stellt die Regierung den Hochschulen auch zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung. 

 

„Österreich macht es uns hier vor, wie es geht. Neben der Frage der Finanzierung, wo Bund und Land in der Pflicht sind auch für Hochschulen Schnelltests anzuschaffen, sehen wir personell die Möglichkeit, Studenten aus dem medizinischen Sektor bei Schnelltestungen einzubeziehen“, skizziert Pastoor und ergänzt: „Aktuell gibt es noch keine Informationen Seitens des Landes, es fehlt eine klare Perspektive. Studenten und Hochschulen werden so leider im Regen stehen gelassen und müssen sich selbst darum kümmern.“ Der RCDS würde zunächst auch einen Hochschul-Pilotstandort begrüßen, um ein erstes Testkonzept zu entwickeln und zu erproben, „auch wenn das längst überfällig ist und die Landesregierung hätte schon eher handeln müssen“.