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04.12.2018, 16:49 Uhr | Jonas Pohl, Johann Reinhardt
RCDS Thüringen positioniert sich zum CDU-Parteivorsitz: Bildung, Digitalisierung und neue Bundesländer im Fokus
 

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Thüringen positioniert sich vor dem anstehenden CDU-Bundesparteitag in Hamburg inhaltlich zur Parteivorsitzenden-Wahl. Auf der Landesdelegiertenversammlung in der vergangenen Woche legte Thüringens größter Studentenverband in drei Kategorien Kriterien für den oder die zukünftige/nVorsitzende/n fest. „Die CDU muss den Anspruch vertreten, wieder Bildungspartei in Deutschland zu werden. Daran muss sich auch ein Bundesvorsitzender messen lassen“, so Franca Bauernfeind, Landesvorsitzende des RCDS Thüringen. 

 

Im Fokus stehen die Fragen der Verbesserung des Ausbildungsstandortes Ost, die Förderung der mitteldeutschen Hochschulen sowie eine umfassende Digitalisierungsstrategie für den Bildungssektor.

Problem der ostdeutschen Bundesländer ist, dass die dortigen Hochschulen zu den großen Ausbildern zählen, ihnen anschließend aber wieder viele Absolventen den Rücken kehren. Hier bedarf es einer klaren Positionierung, wie dieses Problem angegangen wird und die neuen Länder noch attraktiver gemacht werden können, um dem Abwanderungstrend entgegenzuwirken. 

Der/die neue Vorsitzende muss ebenfalls die Exzellenzinitiaitive des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen fortsetzen. Dabei sollte allerdings die gute Arbeit der Mitteldeutschen Hochschulen gewürdigt werden. Elite-Universität ist bislang nur die TU Dresden, was sich auch 2019 nicht ändert. Die FSU Jena erhält für ihr Exzellenzcluster die nächsten sieben Jahre über einen Zuschuss von bis zu 50 Millionen Euro, ist damit neben Dresden allerdings die einzige Mitteldeutsche Hochschule, die von den knapp drei Milliarden Euro profitiert. 

 

Neben Positionierungen in der Bildungspolitik plädiert der Thüringer RCDS dafür, dass die Rolle der neuen Bundesländer im neuen CDU Präsidium gestärkt wird: „Mit dem Rücktritt von Angela Merkel fehlt dem künftigen Präsidium eine wichtige Perspektive auf die neuen Bundesländer. Daher sollten sowohl der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer als auch der Landeschef der CDU Thüringen, Mike Mohring, Teil der Parteispitze werden“, meint die Landesvorsitzende des Studentenverbandes. 

 

Den Charakter einer zusammenstehenden Volkspartei soll sich die CDU auch trotz der personellen Debatten auf Bundesebene bewahren. Wesentliches Merkmal für die neue Führungsriege soll die Teamfähigkeit sein, denn nur gemeinsam kann die Christlich-Demokratische Union wieder zu neuer Stärke finden. „Für die Zeit nach Angela Merkel braucht es Zuverlässigkeit und Kontinuität an der Parteispitze. Auch die bei der Parteivorsitz-Wahl unterlegenen Bewerber brauchen wir, denn alle drei haben bewiesen, dass sie durch ihre Fähigkeiten für die CDU in verschiedenen Positionen wichtig sind“, betont Franca Bauernfeind.

Jonas Pohl, Johann Reinhardt 

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