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13.05.2018, 20:52 Uhr
RCDS-Gruppen zur Ostkonferenz in Jena zu Gast - Anträge zur Stärkung der mitteldeutschen Hochschulpolitik
 

Vom 4. bis 6. Mai trafen sich RCDS-Gruppen aus dem gesamten ostdeutschen Bundesgebiet zur diesjährigen Ostkonferenz in Jena. Der RCDS Jena und der Thüringer Landesverband organisierten für die mehr als 40 Teilnehmer über das gesamte Wochenende ein abwechslungsreiches Programm. Auch inhaltlich wurden Akzente gesetzt und Anträge zur Attraktivitätssteigerung des Standorts Ost für Studienabsolventen oder der Stärkung des mitteldeutschen Unibundes erarbeitet.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Selle begrüßte am Freitag die Teilnehmer, am Samstag ließ es sich auch der frühere RCDS-Bundestagsabgeordnete und Landtagsmitglied Prof. Dr. Mario Voigt nicht nehmen, im Rahmen einer Diskussion bei der Ostkonferenz vorbeizuschauen. Prof. Dr. Heiner Alwart gab interessante Einblicke in die Themen NSU, Extremismus und Radikalisierung und auch selbst konnten sich die aus Berlin, Potsdam oder Leipzig angereisten Gäste am Samstagnachmittag betätigen: Im Crashkurs „Debattieren leicht gemacht“ gab die Jenaer Debattiergesellschaft die Möglichkeit, in die Kunst des Debattierens einzutauchen.

Neben hochschulpolitischen Themen und Fragen sorgten auch die „Jenaer Nacht“ mit Beginn auf dem Jentower über den Dächern der Stadt oder die Besichtigung der Anatomischen Sammlung der Medizinischen Fakultät der Friedrich Schiller Universität für Abwechslung.

Auch inhaltliche Akzente von der Ostkonferenz 2018 aus. Insgesamt wurden in der Antragswerkstatt zwei Anträge erarbeitet, die die Verbesserung mitteldeutscher Hochschulpolitik als Ziel haben.

Im Antrag zur Attraktivitätssteigerung des Standorts Ost für Absolventen werden die Kultusministerien der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufgefordert, ein gemeinsames Projekt zur Kooperationsstärkung zwischen den Hochschulen und lokalen Unternehmen ins Leben zu rufen und damit Absolventen an den jeweiligen Standorten zu halten. Das Projekt soll die Abgänge der Absolventen in die alten Bundesländer reduzieren und die Möglichkeiten der alternativen Arbeitsattraktivitätssteigerungen für Absolventen in den Fokus rücken.

In einem weiteren Antrag fordern die drei mitteldeutschen Landesverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt die Wissenschaftsministerien der jeweiligen Bundesländer sowie die Rektoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf, sich verstärkt für den Unibund  - einen 1995 gegründeten Zusammenschluss der größten Universitäten Thüringens, Sachsens und Sachsen-Anhalts - einsetzen und diesen stärker zu bwerben. „Leider kommt der Unibund seinem Ziel, gemeinsam erfolgreich Projekte in den Bereichen Forschung und Lehre voranzutreiben, nicht nach, was aus Sicht des RCDS insbesondere daran liegt, dass der Unibund unter den Studenten zu wenig bekannt ist“, heißt es in der Begründung. Ein neues Konzept sollte deshalb insbesondere Austauschprogramme, gemeinsame Seminare und Veranstaltungen umfassen.

„Insgesamt können wir mit den erarbeiteten Anträge gute Akzente setzen und werden uns dafür einsetzen, dass sie zukünftig auch umgesetzt werden. Ein großer Dank für die einwandfreie Organisation der Ostkonferenz geht an die gesamte Jenaer Gruppe, die nicht nur ein kurzweiliges Programm auf die Beine stellte, sondern auch einen reibungslosen Ablauf während des gesamten Wochenendes gewährleistete“, betont die Thüringer RCDS-Vorsitzende Franca Bauernfeind.