Unser 9-Punkte Papier für den Campus der Zukunft:
Stärkung der Vereinbarkeit von Studium und Familie durch gezielte und individuelle Unterstützung der studentischen Eltern:
  • Zunehmender Ausbau der Kinderbetreuung als zentrale Maßnahme
  • Bereitstellung von Still- und Wickelräumen, als Rückzugsräume, an allen stark frequentierte Hochschuleinrichtungen
  • Einrichtung von Familien Service Büros an den Hochschulen und Bereitstellung von Beratungsangeboten
  • Gestaltung der Kurrikula der Studiengänge, um den zeitlichen Bedürfnissen von studierenden Eltern gerecht zu werden
Die Studienplatzvergabe ist nach transparenten und fairen Kriterien zu gestalten und der Studienverlauf muss für die Pluralität von Lebensstilen anpassbar sein:
  • Studienplatzvergabe nach dem Leistungsprinzip
  • Faire und regelmäßig evaluierte Kriterien neben dem Numerus Clausus
  • Berücksichtigung von beruflicher Erfahrung und individuellem Engagement
  • Flexibler Studienverlauf für Studenten mit Familie, Beruf und Behinderung
Bereitung des Weges zum zukunftsfähigen Lernen, Lehren und Forschen durch modernes und zukunftsfähiges Handeln:
  • Verstetigung von digitalen Lehrformaten auch nach der Pandemie in die aktive Präsenzlehre
  • Entwicklung von Programmen zur Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Lehre, den Datenschutz und Urheberrechts
  • Bereitstellung von Fort- und Weiterbildungsangeboten
  • Ausbau des Onlineangebotes von Bibliotheken zur Stärkung des orts- und zeitunabhängigen Studiums
  • Beschluss eines umfangreichen Investitionspaketes zur Weiterentwicklung digitaler Strukturen, z.B. in Form einer Digitalisierungspauschale je Studenten durch das Land an die Hochschulen
Die Vielfältigkeit der studentischen Interessen und der offene demokratische Diskurs zu erhalten und nicht durch politische Instrumentalisierung einzuschränken:
  • Keine politische Instrumentalisierung der Studentenschaft
  • Vielzahl studentischer Organisationen wertschätzen und erhalten

Unsere Hochschulen müssen auch in Zukunft für den akademischen und ethischen Diskurs stehen. Hierzu gehört ebenfalls der Schutz der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit:
  • Bekennung der Hochschulen und Hochschulleitungen zur Wissenschafts- und Meinungsfreiheit
  • Schutz der Hochschulautonomie
  • Reform des ThürHG und Abschaffung der Zivilklausel
  • Förderung der Innovationskultur an den Thüringer Hochschulen 
  • Stärkung der Internationalisierung zum Zweck des wissenschaftlichen und studentischen Austausches
Die Thüringer Hochschulen und das studentische Leben allgemein müssen in allen Aspekten nachhaltig gestaltet werden, um den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen zu sein:
  • Förderung von nachhaltigen Projekten und Initiativen
  • Ausbau nachhaltiger Mobilitätsformen durch Fahrradwegenetze, Fahrradstellplätze sowie Anschluss an öffentlichen Nah- und Fernverkehr 
  • regionale und saisonale Speisen in den Mensen des Studierendenwerks
  • verantwortungsbewusstes Haushalten mit öffentlichen Geldern
  • langfristiges Anstreben der CO2-freien Hochschule
Eine optimale Anbindung an den Hochschulstandort schafft für die Studenten einen engen Bezug zur Hochschule und trägt wesentlich zur Attraktivitätssteigerung bei. Dazu zählen sowohl verlässliche Preise, attraktive Verbindungen und neue multimodale Mobilitätsangebote:
  • Gut ausgestatteter Öffentlicher Nahverkehr, welcher Bahn, Tram und Bus miteinander vernetzt
  • ICE-Knoten in Erfurt mit weiteren Thüringer Städten verknüpfen und Anschlüsse nach Jena wieder stärken
  • Schaffung einer zukunftsfähigen Schieneninfrastruktur für schnelle, verlässliche Verbindungen  
  • Stärkung der Multimodalität und stadtübergreifender Sharingangebote
  • verlässliche, studentenverträgliche Preisgestaltung der Semesterticketbausteine

Die Hochschulbibliotheken sind als Hort des Wissens und Ort der Wissensvermittlung und Weiterbildung von zentraler Bedeutung. Damit dies auch zukünftig der Fall ist, müssen die Bibliotheken auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet werden:
  • Umfassende Bereitstellung von digitaler Literatur
  • Digitale Authentifizierungsverfahren als landesweiter Standard, um dezentral auf Datenbanken zugreifen zu können
  • Stetige Aktualisierung der Bibliothekskataloge, um den Studenten eine aktive Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs zu ermöglichen

Zur Sicherung der finanziellen Ausstattung der Hochschulen setzt sich der RCDS Thüringen für einen Ausbau der Grundfinanzierung aus dem Landeshaushalt ein. Ebenfalls müssen regionale Standortfaktoren gestärkt werden, um Absolventen im Freistaat zu halten:
  • Ausbau der Grundfinanzierung aus dem Landeshaushalt
  • Instandhaltung, Sanierung und Modernisierung: Für kleine Baumaßnahmen und Maßnahmen der Bauunterhaltung muss das Land zusätzliche finanzielle Mittel für die Hochschulen zur Verfügung stellen und eine stärkere Ausführungsflexibilität sichern
  • Bauherrenschaft für Hochschulen ermöglichen 
  • Regionale Standortfaktoren schaffen, um eine Abwanderung von Absolventen in die Großstädte der umliegenden Bundesländer zu vermeiden: Berufs- und Karrierechancen aufzeigen, Wohnungs- und Grunderwerb attraktivieren, Familienplanung unterstützen