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20.11.2017, 06:50 Uhr
RCDS Thüringen nimmt sich Verwirklichung einer „Vision Smart University“ an

Digitalisierung ist das Thema der heutigen Zeit. Sie ist in vollem Gange und betrifft uns alle – in all ihren Facetten bietet sie neue Chancen für mehr Lebensqualität, neue Geschäftsmodelle oder effizienteres Wirtschaften, bedeutet aber gleichzeitig einen tiefgreifenden Wandel in vielen Lebensbereichen. Auch vor der Hochschullandschaft macht sie nicht halt. „Deshalb gilt es, sich für die Hochschulen auf Bundesebene und speziell in Thüringen zu wappnen, um die Chancen zu nutzen, die sich durch die Digitalisierung ergeben. Wir dürfen im nationalen wie auch internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss verlieren“, unterstreicht die Thüringer RCDS-Vorsitzende Franca Bauernfeind.

„Die revolutionäre Digitalisierungswelle kommt ungebremst auf uns zu und es liegt an uns, ob wir weiter an der Spitze surfen oder baden gehen. Daher war es an der Zeit in der „Vision Smart University“ zu beschreiben, wie das Lernen für Studenten mittelfristig aussehen kann. Gleichzeitig müssen Entscheidungsträger für langfristige Entscheidungen in diesem Bereich sensibilisiert werden, denn der internationale und nationale Wettbewerb macht ebenso wenig halt“, erklärt der stellvertretende RCDS-Vorsitzende Kevin Bayer.

Deutschland ist im Begriff zu einer digitalen und smarten Gesellschaft zu werden. Dies zieht den Wandel in der Wirtschaft gefragter Kompetenzen mit sich: Die Zusammenarbeit über Netzwerke, die Fähigkeit große Informationsmengen bearbeiten zu können und die effiziente Erzeugung von Lösungen werden immer wichtiger. Die Herausforderung für die Hochschulen besteht darin, Studenten in diese neue Wissensumgebung zu integrieren und ihnen dadurch Zugang zu aufkommenden Kenntnissen und Technologien zu ermöglichen. „In den Hochschulen sollen Wissen für die und in der digitalen Welt vermittelt werden“, so die Forderung des RCDS Thüringen. Aufgabe ist die Errichtung einer smarten Hochschulstruktur, die Wissen möglichst breit zur Verfügung stellt und den Bildungsprozess in die digitale Umgebung integriert.

So beinhalten die Forderungen eine gesamtheitliche digitale Hochschulstrategie mit einem Handlungskonzept für die einzelnen Bereiche genauso wie infrastrukturelle Voraussetzungen einer glasfaserbasierten Breitbandanbindung und flächendeckend drahtlosen Internetzugang. Genau wie Smartboards oder die Online Studienverwaltung gehört der drahtlose Internetzugang zum „Must-have“, ist aber längst nicht überall Standard. Zur Vereinfachung des Studienalltages behandeln die zehn Punkte ebenfalls die Forderung eines kostenfreien Cloudangebotes für den zeit- und ortsungebundenen Umgang mit digitalen Inhalten sowie die Entwicklung einer CampusApp, die verschiedene Plattformen des täglichen Gebrauches bündeln soll. Digitalisierung kann aber genauso in Lern- und Prüfungsformen Anwendung finden und ermöglicht zwischen Studenten als auch mit den Dozenten ein kollaboratives Lernen. Weiterer Kernpunkt ist die Ausweitung der Bibliotheks-Öffnungszeiten, auch in Form eines größeren Online Angebots. Bibliotheken haben als Quellen des Wissens eine herausragende Bedeutung und sind Bedingung für erfolgreiche Studienleistungen.

„Mit dem 10-Punkte-Papier zur Smart University haben wir einen breitgefächerten Mix, der die Zukunftsmöglichkeiten an Hochschulen durch die Digitalisierung aufzeigt. Hierbei gilt es jetzt konkrete Vorschläge zu den einzelnen Punkten zu erarbeiten, damit wir die Spitzenbildung garantieren können, die Thüringen braucht“, betont Bauernfeind.

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