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27.01.2017, 09:33 Uhr
RCDS Thüringen begrüßt Entscheidung des Thüringer Landtages zu Hochschulstädten Gera und Eisenach

Gera und Eisenach dürfen vom 1. Februar an nun auch offiziell endlich den Titel „Hochschulstadt“ tragen. Das beschloss der Thüringer Landtag in seiner Sitzung am Donnerstag. „Die bisherige Berufsakademie wurde bereits im September 2016 in das Thüringer Hochschulgesetz aufgenommen, folgerichtig darf es damit gar keine Diskussion darüber geben, dass Gera und Eisenach zu Hochschulstädten ernannt werden“, so Hans-Georg Creutzburg, Vorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Thüringen. Trotzdem ließ sich die Landesregierung acht Monate Zeit für ihre Entscheidung im Dezember und verpasste damit die Möglichkeit, sich klar zu positionieren.

Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 4 der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO) kann die Landesregierung mit Zustimmung des Landtages einer Stadt, in der eine Universität oder eine andere Hochschule angesiedelt ist, die Bezeichnung „Universitätsstadt“ oder „Hochschulstadt“ verleihen. Die bisherigen Berufsakademie mit Sitz in Gera und Eisenach fungiert seit September diesen Jahres als Duale Hochschule Gera-Eisenach – es wurde erstmals ein Senat gewählt, Forschungsprojekte können nun einfacher durchgeführt werden und die Finanzierung den Hochschulen und Universitäten im Freistaat angeglichen. Insgesamt existieren zehn Universitäts- und Hochschulstädte in Thüringen.

Über die Anträge der beiden Städte Gera und Eisenach beriet das Kabinett erst vor Weihnachten. „Es wäre ein gutes Signal gewesen die Entscheidung darüber nicht auf die lange Bank zu schieben. Das hat die rot-rot-grüne Landesregierung verpasst. Schon die Ausfertigung und der Beschluss des Gesetzes haben sich bis den September gezogen, aber bereits im April gaben die Stadträte in Eisenach und Gera ihr klares Votum ab“, kritisiert Creutzburg den langwierigen Prozess. Den Landtagsbeschluss begrüßte der RCDS, denn damit können Eisenach und Gera nun offiziell in der Öffentlichkeit als Hochschulstädte werben und noch mehr Studenten, auch aus umliegenden Bundesländern, für das Duale Studium in Thüringen begeistern.


Johann Reinhardt
Pressesprecher RCDS Thüringen